Versorgungssicherheit hat oberste Priorität

Die Schweiz verbraucht Jahr für Jahr mehr Strom. Gründe sind das Bevölkerungswachstum, die notwendige Entwicklung von Wirtschaft und Wohlfahrt, die Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz, die vielfach einen höheren Sromverbrauch zur Folge hat, die Fortschritte der Technologie, insbesondere in der Telekommunikation und Automation usw. Wächst das reale Bruttoinlandprodukt in der Schweiz um 1 Prozent, nimmt der Stromverbrauch um 1,8 Prozent zu. Eine Trendwende ist nicht in Sicht.

Die Schweiz muss in den nächsten Jahren mit einem substantiellen Rückgang an eigenen und fremden Produktionskapazitäten rechnen. Die drei ersten Kernkraftwerke in der Schweiz (Beznau I und II sowie Mühleberg) erreichen das Ende ihrer Betriebsdauer. Die privilegierten Stromimportverträge mit der EDF im Umfang von zwei Kernkraftwerken laufen aus und können nicht mehr erneuert werden. Deshalb zeichnet sich ab 2020 eine substantielle Stromlücke in unserem Land ab.

Bewährten Strommix beibehalten

Oberstes Ziel der nationalen Energiepolitik muss die sichere und ausreichende Energieversorgung von Wirtschaft und Haushalten sein. Dafür braucht es in der Schweiz neue Grosskraftwerke zur ausreichenden Produktion von Strom. Eine Importlösung hat für die Versorgungssicherheit und für die Strompreise negative Folgen. Auch im übrigen Europa wird der Strom knapp und teurer.

Nach Ansicht des Energieforums Nordwestschweiz kann die Versorgungssicherheit am ökonomischten und ökologischsten mit dem Beibehalt des seit Jahrzehnten bewährten Strommixes erreicht werden: Wasserkraft und Kernenergie plus ein stetig anwachsender Anteil neuer erneuerbarer Energien.