Das Energieforum Nordwestschweiz hält die neuen erneuerbaren Energien für eine wertvolle Ergänzung zum bestehenden Strommix. Es sollen jedoch nur solche Technologien gefördert werden, die zukunftsträchtig und wettbewerbsfähig sind. Und solche, die einen nachhaltigen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten können. Ein Blick nach Deutschland zeigt: Obwohl in den letzten 10 Jahren rund 90 Milliarden Euro in die Subventionierung neuer erneuerbarer Energien geflossen sind, ist der CO2-Ausstoss pro kWh sogar angestiegen. Von einer ökologischen Energiewende kann also keine Rede sein.

Aus Sicht des Energieforums Nordwestschweiz erscheint die Geothermie in der Schweiz insbesondere auch für die Wärmeproduktion das grösste Potenzial zu besitzen. Im Gegensatz zu den meisten anderen neuen erneuerbaren Energien – wie zum Beispiel Wind und Sonne – liefert die Geothermie immer genügend Energie für die Strom- und Wärmeproduktion.

Die einseitige Fokussierung der Energiestrategie 2050 auf die Photovoltaik lehnt das Energieforum Nordwestschweiz ab. In der Schweiz sind die klimatischen Verhältnisse zu ungünstig. Als Folge davon müssen grosse Regel- und Reservekapazitäten beispielsweise in Form von Pumpspeicherkraftwerken oder GuD-Kraftwerken bereitgehalten werden gehalten werden, um die Versorgungssicherheit aufrechterhalten zu können, was die Stromkosten massiv in die Höhe treibt. Um die Stromkosten auch in Zukunft für Unternehmen und Private auf einem bezahlbaren Niveau halten zu können, ist deshalb weiterhin ein guter Strommix unabdingbar.