Das europäische Stromnetz ist ein Verbundnetz: Alle Kraftwerke sind über das Netz miteinander verbunden, alle Generatoren in Europa laufen mit einer Frequenz von 50 Hertz synchron. Diese Tatsache macht es möglich, dass über die Strombörse bei Überkapazität Strom verkauft und bei Mangel Strom eingekauft werden kann.

In diesem Kontext ist das seit sechs Jahren mit der EU in Verhandlung stehende Strommarktabkommen zentral: Die Schweiz erhält damit Zugang zum europäischen Strommarkt, was sowohl für die Stromanbieter als auch für die -konsumenten ein klarer Vorteil wäre. Die EU wiederum kann das Wasserschloss Europas in seinen Binnenmarkt einbinden und so die starken Produktionsschwankungen bei den neuen erneuerbaren Energien teilweise ausgleichen.

Ohne dieses Abkommen mit der EU stünde die Schweiz hingegen künftig vor einer völlig neuen Situation: Die Stromversorgung würde grösstenteils von der eigenen Produktion abhängen und wäre damit zwangsläufig unflexibler, unsicherer und teurer. Zudem könnte der Handel ohne Marktzugang für die Schweiz kompliziert und allfällige Importe sehr teuer werden.

Angesichts dieser Ausgangslage setzt sich das Energieforum Nordwestschweiz für einen baldigen Abschluss des Stromabkommens mit der EU ein. Denn dieses ist für unsere Versorgungssicherheit und für die Strompreisstabilität zentral. Zudem muss der Binnenstrommarkt baldmöglichst liberalisiert werden.