Im Februar 2014 haben verschiedene kernenergiekritische Organisationen die Studie des Deutschen Dipl.-Ing. Dieter Majer «Risiko Altreaktoren Schweiz» veröffentlicht. Damit wollen sie belegen, dass das Kernkraftwerk Beznau unverzüglich stillgelegt werden muss. Die Studie enthält jedoch gravierende Mängel und gibt den Sachverhalt nicht richtig weiter. Ganz anders beurteilten EU-Sachverständige im Rahmen des EU-Stresstests die Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke. Diese erfüllten die internationalen Sicherheitsanforderungen in allen Bereichen.

Aarau, 02.02.2014. Das Kernkraftwerk Beznau ist das am umfassendsten nachgerüstete Kernkraftwerk der Welt. Die Axpo als Betreiberin hat seit der Inbetriebnahme der beiden Reaktoren rund zweieinhalb Milliarden Franken in die Sicherheit investiert. Dank gezielten Nachrüstungen und Erneuerungen befinden sich die Anlagen stets auf dem neusten Sicherheitsstand und erfüllen sämtliche regulatorischen Anforderungen.

Experten der European Nuclear Safety Regulators Group (Ensreg) stützen diese Beurteilung. Sie kommen zum Schluss, dass die Schweizer Kernkraftwerke die internationalen Sicherheitsanforderungen in allen Bereichen erfüllen. Im Rahmen des EU-Stresstests hätten die Schweizer Kernkraftwerke hohe Sicherheitsmargen und eine starke Robustheit gezeigt. Der Grund dafür liege in der gut konzipierten Auslegung, aber auch in jahrelangem Nachrüsten.

Studie mit gravierenden Mängeln

Gerade die Studie äussert sich mit unsachgemässen Argumenten sehr negativ über den Nutzen von Nachrüstungen in Kernkraftwerken. So wird zum Beispiel verkannt, dass die wichtigsten Sicherheitssysteme des Kernkraftwerks Beznau gemäss der Probabilistischen Sicherheitsanalyse (PSA-Studie) die gebunkerten Sicherheitssysteme sind. Diese sind in Beznau neuer als bei den allermeisten anderen Kernkraftwerken weltweit.

Zudem sind die in der Studie angesprochenen «besonderen Defizite» unter anderem zur Sicherheit des Brennelement-Lagerbeckens falsch: Das Kernkraftwerk Beznau hat den Nachweis erbracht, dass sowohl das Brennelement-Lagerbecken als auch das darüberliegende Gebäude den aktuellsten Erdbebenanforderungen standhalten und noch wesentliche Sicherheitsmargen vorhanden sind.