Die Beschränkung der Laufzeit der Kernkraftwerke in der Schweiz in rein politisch motiviert und in keiner Weise nachvollziehbar. Sie bringt keinen Sicherheitsgewinn – im Gegenteil.

Die heute geltende Regel der unbefristeten Betriebsbewilligung löst laufende Investitionen in die Sicherheit der Anlagen aus. Die Betreiber wissen: So lange das Kernkraftwerk sicher ist, kann es weiterhin Strom produzieren. Die Beschränkung der Laufzeit hingegen führt für die Betreiber zu wirtschaftlichen Unsicherheiten, ob sich die kontinuierliche sicherheitstechnische Nachrüstung des Kernkraftwerks überhaupt lohnt. Auch ein Regelungsbedarf besteht in keiner Weise. Denn bereits heute kann die Aufsichtsbehörde jederzeit die Abschaltung eines Kernkraftwerks verfügen, wenn die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Der Beschluss der UREK-N muss vom Nationalrat korrigiert werden.

Daniel Heller, Präsident Energieforum Nordwestschweiz