Das Energieforum Nordwestschweiz (EFNWCH) begrüsst grundsätzlich die Stossrichtung der Aargauer Energiestrategie «energieAARGAU». Diese hat die nachhaltige Entwicklung, den Erhalt der Versorgungssicherheit und die Stärkung des Energiekantons zum Ziel. Sie setzt das vom Grossen Rat im Jahr 2011 verabschiedete Energiegesetz um, indem sie als rollende Planung die Energiestrategie von 2006 ersetzt. Zentral ist, dass die kantonale Strategie der nationalen Energiestrategie 2050 folgt und keine Präjudizien schafft, bevor die nationale Strategie von Parlament und Volk verabschiedet ist und darauf basierend rechtsgültige Beschlüsse vorliegen.

Die sichere und kostengünstige Energieversorgung ist Voraussetzung für eine funktionierende moderne Wirtschaft und Gesellschaft. Die Aargauer Energieversorgung soll auch in Zukunft möglichst breit abgestützt sein und deshalb alle zur Verfügung stehenden Energieträger nutzen. Technologieverbote lehnt das EFNWCH genauso ab, wie das Verbot einzelner bzw. die Einschränkung auf einzelne Technologien für spezifische Einsatzbereiche.

Die Volksinitiative «Aargau effizient und erneuerbar» mit ihren planwirtschaftlichen Ansätzen lehnt das EFNWCH entschieden ab. Sie ist eine Zwängerei der bei der Verabschiedung des Energiegesetzes im Grossen Rat unterlegenen Parteien. Sie fordert strenge und unrealistische kantonale Ziele und Vorschriften in Bezug auf Energieeffizienz, Energienutzung und Energieverbrauch. Eine Reduktion von Treibhausgas-Emissionen und gleichzeitig ein Ausstieg aus der Kernenergie lassen sich – das zeigt das Beispiel Deutschland – kurz- und mittelfristig nicht erreichen. Damit würde die kantonale Energiestrategie der nationalen vorgreifen. Ihre Umsetzung würde den Aargau isolieren, einen Regulierungs- und
Teuerungsschub auslösen und insgesamt für den Werkplatz Aargau zum Standortnachteil samt Arbeitsplatzverlusten führen.

Der richtige Weg ist der vom aargauischen Gesetzgeber vorgezeichnete: Die kantonale Strategie muss auf den Vorgaben der nationalen basieren und diese, auf die kantonalen Verhältnisse angepasst, umsetzen.

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